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Europäisches Überleben

Europäisches Überleben - Deutsch

Siehe auch mein wallonisches Tagebuch in französischer Sprache http://iloapp.vaessen-online.eu/blog/blog-wa?Home#niceURL

Kaškas blondiniško…

Kulturen Posted on 2010-10-20 17:37:14

Skurriles aus Litauen:

Das kleine baltische Land kam 1992 aus der Schlamastik des Sowjetreiches. Als ich das nunmehr unabhängige Land besuchte, kam ich mir wie in meine Kindheit zurückversetzt, besonders Südlitauen war damals ziemlich arm. Damals zählte es 6 Milionen Menschen, heute ist das Land um die Hälfte seiner Bevölkerung ausgeblutet und die Stadt Kauen, wo damals das Besteigen von Bussen und O-Bussen einer Athletentat gleichkam, ist wie leergefegt. Dafür gibt es weltweit ein Netz von litauischen Landmannschaften (bei einigen könnte man glatt von Landfrauenschaft mit Minderheitenrecht für den Rest der Menschheit!). Das Ganze dann unter der Kuppelorganisation der Weltgemeinschaft de Litauer die sinnigerweise in… Lemont bei Chikago angesiedelt ist (wenn Sie mich fragen: die zweite litauische Hauptstadt, aber das wird in Wilna jeder abstreiten… oder halt mit einem Schmunzeln “zugeben”).

Dieses Volk hat sich rasendschnell umgeguckt und -gestellt, und zwar ziemlich vorbehaltlos, vom Drehscheibentelefon gleich zum Internetanschluss auf dem Dach. Eben, die Zeichen der Zeit halt “kapiert”.

Litauische Frauen sind für ihre Schönheit bekannt, dass gleich viele Männer in sie verliebt haben, ohne zu merken, wie geistig rege und streberhaft diese Damen sein können. Die haben ihr eigenes Köpfchen – vielleicht das einzig Positive, was sie aus der Sowjetchose geerbt haben…

Viele von ihnen sind blond. Das hat eine bisherig völlig unbekannte Dame namens Giedrė Punkienė gemerkt und vermarktet… auf den Malediven: Sie hat ein Konzern mit dem sehr explizitem Namen “Olialia” gegründet (wird fast wie “Olala!” ausgesprochen, wobei das a zum ä zieht – üben!) und will nun ein Hotel auf dieser Insel gründen, das nur von Blondinen betrieben werden soll.

Auf den Malediven, wo mehr dunkelhäutige Schwarzhaarige leben, findet man die Idee nicht ganz gelungen, versteht sich. In Europa hätte unsere Lietuvienė Klara (“giedras” heißt “sichtklar auf Litauisch) mit dem Konzept wohl mit Brüssel gleich Probleme (Stichwort: Diskriminierung).

Übrigens: Die Blondinenwitze sind in den USA als Satire auf die grassierende Korrektheits- und Antidiskriminierungswelle entstanden – vorausgesetzt: Jeder weiß doch, das Haarfarbe keine Diskriminierungsgrundlage sein kann. Ergebnis, der Witz dreht sich nun gegen sich selbst.

Erinnert mich an den französischen Schlager “Il est laid, le bidet! Il est beau le lavabo!”, ein Lied, das nur aus diesen zwei völlig debilen Sätzen besteht und als Antischlager-Satire gedacht war. Ergebnis: Es wurde zum Schlager (Bei dem, was zuweilen bei dem Eurovision-Gesangswettbewerb zu erdulden hat, wundert das kaum noch einer!)



Selbst Frau Merkel hat’s einsehen müssen…

Kulturen Posted on 2010-10-19 09:42:49

Es hat zwar einem Vorstandsmitglied seinen Posten gekostet, und auch seiner SPD-Parteizugehörigkeit, aber es drang immerhin bis zu den höchsten Ebenen des Staates: Multikulti war nix, ist nix und wird nix.

Angesichts des in der deutschen veröffentlichten Meinung grassierenden Relativismus muss man sich schon darüber freuen, dass die Meinung von 60 % Deutschen bei der Bundeskanzlerin endlich Gehör gefunden hat.

Persönlich habe ich “Multikulti” etwa Ende der siebziger Jahre als Kursleiter bei einer Volkshochschule im Aachener Land kennengelernt, genauer im Fach Deutsch für ausländische Arbeitnehmer. Dort hatte ich es insofern etwas leichter, weil ich auf den theoretischen Fundus der Europäischen Schulen zurückgreifen konnte, von denen ich ja stamme: Da die Lehrer oft die Sprache der Schüler gar nicht kannten, wurde aus dieser “Not” eine pädagogische Tugend gemacht und im Sprachunterricht nie übersetzt. Sprachen wurden also mithin nicht “im Vergleich zu…” erlernt, sondern für sich. Der Schüler steht also vor dem Nichts und muss in sich nach einer Methode suchen, die ihm bei der Bewältigung dieser neuen Materien helfen soll, d.h. er fällt in die frühkindliche Technik zurück, die nach wie vor Garant ist für muttersprachennahes Spracherlernen ist und bleibt.

Wäre ich im Job geblieben, hätte ich freilich mit der Zeit mal Türkisch gelernt, dann Arabisch, was noch lange nicht bedeutet, dass ich irgendwann mal Moslim geworden wäre.

Dazu habe ich einen zu freien Geist.

Nun gut, schon damals hatte ich natürlich bemerkt, dass die türkische Gastarbeiter damals fast ausnahmslos aus Anatolien kam, und ihre seltsame Bräuche in Sachen Verheiratung wurde noch halt als kulturell üblich akzeptiert. Wie Frau Merkel sagte, das nebeneinanderherleben lieferte keine großen Probleme. Deutschland hat ein generelles Problem: seinen antifaschistischen Kulturansatz. Es war ursprünglich keines, auch ich halte nach wie vor an den Antifaschismus und an die Bekämpfung dessen, was ich nach dem Vorbild der Stangelware mal “Stangeldenken” nennen würde (französisch le prêt-à-penser, eben!), nun aber wird die Bezeichnung Nazi gegen alles instrumentiert, was auch nur leisest islamkritisch ist.

Die Türkei war mal ein sekularisierter Staat (Atatürk war Freimaurer), dieser Staat mausert sich allerdings zum islamischen Staat, und wie in anderen islamischen Staaten auch gibt es eine kohärente Politik im Himblick auf die im Westen lebenden Türken: Doppelte Staatsangehörigkeit, um die westlichen Rechtsstruktur aushöhlen zu können, eine Auslandspolitik mit vielen Geldmitteln, um im Ausland türlische Einrichtungen zu finanzieren (Stichwort: DITIB), und wenn Gül scheinbar Frau Merkel zuspricht und die Türken-und-Passdeutsche ebenfalls zum perfekten Beherrschein der deutschen Sprache auffordert, dann wohl im Sinne einer perfekten Anpassung zur wirksameren Verbreitung türkischer – lies auch kulturislamischer – Belange.

Sakozy vertritt ebenfalls eine radikale Sprachenpolitik bei Einwanderungswilligen – die Sprachkurse am Ausgangsort unter konsularischer Aufsicht belegen müssen, aber sinnigerweise keine Schützenhilfe etwa seitens Algeriens oder sonstiger islamischer Länder erhielt.

Der Grund ist einfach: Frankreich ist ein säkularisierter Staat. Deutschland ist es nicht, das deutsche Volk ist ein vielreligionenvolk und schaut sich die französische Laizität allenfalls mit dem Fernrohr an.

Ein anderes Problem: Die wirkliche Muttersprachigkeit. Die Sprache, die zu Hause gesprochen wird, bestimmt das Leben eines Menschen. Das Kriterium ist nunmehr eben nicht mehr territorial – wie die belgische Sprachengesetzgebung von 1966 sie ebenso voraussetzt als auch die niederländische Verwaltungsrechtsgesetzgebung in Sachen Friesisch, die alte DDR-Verfassung bezüglich des Sorbischen usw. …

In Brüssel ließen sich die Flamen nicht nehmen, bei der Aufnahme von Kindern in dortigen flämischen Schulen Inspektoren in die Familie zu schicken, um nachzuprüfen, ob in der Familie selbst “Niederländisch” gesprochen wird. Diese Tradition hat Deutschland freilich nicht, das klingt nach Blockwartmentatlität und Rassismus in deutschen Ohren – zu Recht! Aber dennoch weiß ich nicht, ob eine Sprachbeherrschungspolitik, wie sie Frau Merkel suggeriert, ohne sehr durchgreifende Anspornmaßnahmen Aussicht auf Erfolg hat.

Sonst, bei den galoppierenden demographischen Überfremdungszahlen, die Deutschland verzeichnet, werden Türkisch und Arabisch Landessprachen in Deutschland werden, dies umso leichter, weil im europäischen Ausland schon viele die deutsche Sprache als zu schwierig, zwingend und schwer zu handhaben ist – Vergleichspunkt: Englisch!

Nun, Arabisch und Türkisch sind auch keine einfache Sprachen – aber sie werden in den Moscheen gesprochen, mithin sollen sie ja nach mittelalterlich-globale islamischer Vorstellung die Sprache der Gesellschaft werden, und alle Deutsche sollen gefälligst Moslims sein.

So wird ja bekanntlich alles viel einfacher – und die ersehnte Ehegattin eine Frage des Geldbeutels.

Frau Merkel war mal sehr gelehrig und lernte tüchtig Russisch. Jetzt, wo sie eine Demokratin geworden ist, mal zwischendurch eine Frage: Sprechen Sie auch Türkisch?